Crossmedialer Journalismus – Handwerk bleibt, Generalismus kommt

Crossmedialer Journalismus – Crossmedia im Comic

Crossmediale Konzepte werden heute im gesamten Journalismus eingesetzt. Das Erzählen einer Geschichte über mehrere Plattformen bzw. Ausspielkanäle hinweg, gehört inzwischen zum journalistischen Arbeitsalltag. Dabei sind die Grundlagen im crossmedialen Journalismus – genau wie in TV-, Radio- und Print-Journalismus – eine Art Handwerk: Geschichten finden, sorgfältig recherchieren und stringent erzählen. All dies bleibt ja gleich.

Eine neue Herausforderung für Journalist_innen ist es, zu entscheiden, welche Darstellungsform sich für welche Inhalte und für welchen Ausspielkanal jeweils am besten eignet. Wie erzählt man seine Geschichte nutzergruppengerecht? Welche Informationen lassen sich besser über einen Text, eine Infografik oder einen Videobeitrag transportieren? Wie nutzt man Social Media für journalistische Inhalte? Wenn ein journalistisches Medium beispielsweise unterschiedliche Zielgruppen bzw. Teilöffentlichkeiten mit der Print- und der Onlineausgabe einer Zeitung anspricht, sollten sich die Inhalte dann nicht auch unterscheiden und spezifisch aufbereitet werden?

Im crossmedialen Journalismus sind keine Mitarbeiter_innen gefragt, die alles perfekt können. Die Forderung wäre unrealistisch. Aber generalistisch denkende Journalist_innen mit Tool-Kenntnissen werden zukünftig immer gefragter sein. Wer beurteilen kann, welche Darstellungsformen für ein Thema überhaupt funktionieren und sich eignen, kann Geschichten auch besser crossmedial vernetzt erzählen – und so zu seiner Printgeschichte einen passenden Video- und/oder Hörfunkbeitrag sowie einen weiterführenden Blogbeitrag mitdenken.

Die neue Rolle von Journalist_innen in einem crossmedialen Arbeitsumfeld – auf der TCCM16.

Über Daniela

Daniela Martin arbeitet als Online-Redakteurin am Fraunhofer IFF.

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